B 96: Landesbetrieb scharf kritisiert

Die Vollsperrung der B 96 wegen der Bauarbeiten soll in den Herbst verschoben werden. Diese Forderung richteten die Teilnehmer eines Vor-Ort-Treffens am Freitag in Fürstenberg an das Land.
Verstehen das Vorgehen des Landesbetriebs nicht: Unternehmer Michael Wittke (rechts), Kreistagsabgeordneter Olaf Bechert und Landespolitiker Henryk Wichmann (beide CDU, von links) fordern vom Land, die B-96-Sanierung mit den Bürgern abzustimmen.

Außerdem soll der Landesbetrieb Straßenwesen die Sanierung der Ortsdurchfahrt in der Wasserstadt in mehrere Bauabschnitte aufteilen, erklärte Henryk Wichmann, CDU-Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Petitionsausschusses des Landtages. Zu befürchten sei nämlich, dass die sechswöchige Erneuerung der Wehrbrücke ab 17. Mai sich verlängert und damit auch die Vollsperrung. Nicht zumutbar sei das für die Region, die vom Tourismus lebt. Denn im Juli beginnt die Urlaubssaison, so Wichmann. Zugleich plädierte er dafür, dass der Landesbetrieb nach dem Vorbild der Mecklenburger Amtskollegen vorgeht und den Bau bei halbseitiger Sperrung der Bundesstraße realisiert, mit Ampelregelung und kurzzeitiger Vollsperrung.

Wichmann kündigte an, mit der Spitze des Landesbetriebes und der zuständigen Ministerin Kathrin Schneider (SPD) darüber zu sprechen. Außerdem werde er den Petitionsausschuss zu einem Vor-Ort-Termin nach Fürstenberg einladen.

Fürstenbergs Bürgermeister Robert Philipp (parteilos) beklagte, dass Fachbehörden des Landes zu wenig von der Politik kontrolliert würden. Da sei das Ministerium gefordert. Der Gewerbetreibende Michael Wittke erklärte, es sei grob fahrlässig, das Risiko des jetzigen Zeitplanes in Kauf zu nehmen. Wenn beim Brückenbau sich Verzögerungen ergeben, sei der Schaden für die Tourismusbranche immens. Deshalb komme für die Fürstenberger nur eine Verschiebung in den Herbst infrage. Pro-Fürstenberg-Chef Raimund Aymanns zeigte sich zufrieden: Das erste Ziel der Petition gegen die Vollsperrung sei erreicht, das Land muss sich mit der Situation in Fürstenberg beschäftigen.

Unterdessen hat der zuständige Planer des Landesbetriebs, Hans-Jürgen Otte, auf Nachfrage bestätigt, dass die Submission für das Projekt bereits am 15. März erfolgen wird.

 

 

 

Quelle: Dieser Artikel erschien in der Märkischen Oderzeitung.

zurück
Henryk Wichmann | Alle Rechte vorbehalten