Tausende feiern das 20. Brandenburger Wasserfest

11.07.2016 | Fürstenberg

Einmal mehr in eine angesagte Partylocation verwandelte sich am Sonnabend der Fürstenberger Stadtpark. Zur 20. Auflage des Brandenburger Wasserfestes strömten wieder einige tausend Besucher an das Ufer des Schwedtsees.


Schlagerstar hautnah: Nicht nur auf der Bühne sang am Nachmittag Nicole zur Freude des Publikums ihre Lieder. Sie wandelte auch durch die Besucherreihen. Hits wie "Mit dir vielleicht" und "Kaleidoskop" hatte sie im Gepäck.

Das Miteinander von Wasser- und Schützenfest an diesem Tag entwickelt sich zwar noch nicht zur Tradition - davon zu sprechen, wäre nach zwei Jahren zu früh. Aber die Zusammenarbeit, die im Vorjahr anlässlich des 250-jährigen Bestehens der Schützenzunft erstmalig ausprobiert worden war, fand eine Fortsetzung. Und geht es nach Stimmungslage, werden weitere folgen. "Davon profitieren beiden Seiten", sagte Bürgermeister Robert Philipp (parteilos) bei der Begrüßung der Gastvereine auf dem Markt.

Viele von ihnen waren nach Fürstenberg gekommen. Aus Zehdenick, Malchow, Templin, Gransee, Spandau, Lychen, Neustrelitz, Wusterhausen, Rüdnitz und Altentreptow waren sie angereist, bereicherten neben den Fürstenberger Vereinen und der Feuerwehr den Umzug und sorgten für lautstarke Unterstützung beim Böllern.

Offiziell eröffnet wurde das Fest am Nachmittag von Brandenburgs Finanzminister und Vize-Ministerpräsident Christian Göhrke (Linke). Nachdem bereits der Bürgermeister den zahlreichen Mitwirkenden seinen Dank ausgesprochen hatte, griff Göhrke das Thema auf. Er lud im Namen der Landesregierung Vertreter von Hunde- sowie Radsportverein nach Potsdam ein. "Stellvertretend für alle, die sich heute mit eingebracht haben", so Göhrke. Nach der Ehrung der besten Gastschützen - Lars Meyhak aus Wusterhausen verteidigte den Pokal - räumte Göhrke die Bühne auch schon wieder, getreu seinem Rezept für ein gelungenes Fest. "Schönes Ambiente, tolles Wetter und kurze Reden".

Einer der Festhöhepunkte war die Spaßbootregatta auf dem Schwedtsee. Während Fußballer, Hundesportler, Rehaconsult und Carnevalsklub schon zu den erfahrenenen Teilnehmern gehören war diesmal auch der Gibe.V., respektive Haus Wentowsee um Leiterin Katja Schönherr, mit dabei - im Rockabilly-Stil. Bernd Walczynski und Thomas Burmann gaben ein paar übriggebliebene russische Soldaten, stilecht in Uniform und mit Papirossa im Mundwinkel. Ihrer explosiven Fischfang-Methode fiel allerdings nur ein Tier aus Styropor zum Opfer. Insgesamt neun fantasievoll gestaltete Boote schipperten am Ufer entlang - drei mehr als im Vorjahr.

Die Nase vorn hatte wie schon 2015 Rehaconsult Steinförde. Ihr Boot "Cirkus Mittelerde" sollte dem Namen nach wohl Assoziationen zum Fantasy-Epos "Herr der Ringe" wecken, überzeugte aber auf alle Fälle die Jury. Die Kita Havelspatzen und die Hundesportler kamen auf Rang zwei, gefolgt vom Gibe.V. und dem Duo Walczynski/Burmann.

 

 

Quelle: Dieser Artikel erschien in der Märkischen Oderzeitung.

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