Lychen darf Badesteg behalten

23.02.2017 | Lychen

Der Streit um die Beseitigung von Stegen an Badeseen ist beigelegt. "Stege können bleiben, wenn Badeinseln und andere Anlagen wie Kabinen oder Sprungtürme, die eine Badestelle zur bäderähnlichen Anlage aufwerten, entfernt werden", sagte der Sprecher des Kommunalen Schadensausgleichs (KSA), Klaus Kocks, am Mittwoch.

Nach Angaben der Stadt Lychen gibt es am Wurlsee einen städtischen Steg mit einer solchen Badeinsel. Der Landtagsabgeordnete Henryk Wichmann (CDU) hatte am Wochenende deshalb Alarm geschlagen, weil die KSA die Stadt aufgefordert hatte, für eine Aufsicht an den Stegen zu sorgen. "Ist ihr dies - etwa aus personellen Gründen - nicht möglich, hat sie die Stege und die Badeinsel unverzüglich zu entfernen", hieß es in dem Schreiben. Dies hätte man anders formulieren sollen, räumte Kocks am Mittwoch ein.

Wichmann zeigte sich erleichtert über die Klarstellung, dass reine Badestege nicht gemeint seien. Sonst wären zahlreiche Stege in den Kommunen betroffen gewesen, meinte er. "Ich erwarte allerdings schon vom KSA, dass er den Kommunen, denen er zuvor in Briefen mit dem Abriss der Badestege gedroht hatte, die geänderte Auffassung nun auch schriftlich mitteilt." Bereits am Dienstag hatte der Geschäftsführer des Brandenburgischen Städte- und Gemeindebundes, Karl-Ludwig Böttcher, erklärt, dass er das Problem seit 20 Jahren kenne.

Quelle: Dieser Artikel erschien in der Märkischen Oderzeitung.

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