Spatenstich für neues Wasserwerk

21.11.2017 | Gransee

Lange war es geplant, jetzt beginnt endlich der Bau: Am Montag ist der erste Spatenstich für das neue Granseer Wasserwerk an der B96 erfolgt. Laut Planung soll es im Oktober 2018 in Betrieb gehen und dann bis zu 500000 Kubikmeter Wasser im Jahr filtern.

"Das ist ein Moment, auf den wir lange gewartet haben", sagte Anke Freitag, Leiterin des Trink- und Abwasserverbands (TAV) Lindow-Gransee, am Montag erfreut. Der Verband ist Bauherr des Projektes und hatte mit dem Amt Gransee lange um Gestaltung und Lage des Wasserwerks gerungen. Der Kompromiss ist eine etwa 400 Quadratmeter große Anlage am nördlichen Ortsausgang mit Wasseraufbereitungshalle, Sozialtrakt und Werkstatt für Notstromaggregate in unauffälligem Grau. Ein ovales Sichtfenster im sieben Meter hohen Hauptgebäude soll zudem den Blick auf die Technik der neuen zweistufigen Filteranlage zulassen. So hatte es sich das Amt gewünscht. Eine Umfahrungsstraße wird rund um den direkt an der Bundesstraße 96 gelegenen Gebäudekomplex führen, in dem später fünf Mitarbeiter des TAV arbeiten werden.

"Das wird eine sehr moderne, attraktive Anlage", ist sich Bauplaner Axel Buchholz von der Neuruppiner Ingenieur-GmbH für Wasser und Umwelt (IWU) sicher. Begonnen werden soll mit der ersten Bauphase bereits in der kommenden Woche. Dann werden von der Firma Straßen- und Tiefbau Thiedke (STT) zunächst die Bauzäune und -straßen errichtet sowie die ersten Wasserleitungen von den vier Brunnen nahe des Geronsees bis zum neuen Standort verlegt.

Buchholz hofft, dass im Februar der Hochbau starten kann. Ein erster Probebetrieb soll dann im Spätsommer erfolgen. "Erst, wenn das neue Werk reibungslos läuft, geht das alte vom Netz", so Buchholz. Das wird allerdings höchste Zeit. Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatte Anke Freitag gewarnt, dass mit der alten Anlage aus dem Jahr 1906 die Trinkwasserversorgung nicht mehr ewig gewährleistet sei. In den Neubau werden nun rund 1,7 Millionen Euro investiert.
 

Quelle: Dieser Artikel erschien in der Märkischen Oderzeitung.

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