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Dem Dioxin auf der Spur

14.01.2011 | Frankfurt/Oder

 


Hier werden die Proben aus verdächtigen Betrieben untersucht.

Am vergangenen Freitag besuchte der verbraucherschutzpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Henryk Wichmann, dass Berlin-Brandenburgische Landeslabor in Frankfurt/Oder, um sich über die aktuelle Entwicklung im Dioxin-Skandal zu informieren. Hier werden alle Proben aus verdächtigen Brandenburger Betrieben untersucht. Und das sind eine ganze Menge, erfuhr Henryk Wichmann im Gespräch mit Dr. Christlieb Hemmerling. „Seit Anfang der Woche nehmen wir ca. 100 Proben unter die Lupe, ich rechne damit, dass wir in knapp zwei Wochen Ergebnisse vorlegen können.“, so der Chemiker.
Am vergangenen Montag konnte das Brandenburgische Verbraucherschutzministerium Entwarnung für zwei der insgesamt acht unter Verdacht stehenden Betriebe geben. Demnach lagen die Laborwerte der in dem Geflügelschlachtbetrieb Storkower Hähnchen GmbH (Oder-Spree) sichergestellten tief gefrorenen Hähnchenschenkel und die Futtermittelprobe aus einem Ferkelaufzuchtbetrieb in Elbe-Elster deutlich unterhalb der für Dioxin zulässigen Höchstgehalte. So wurde zum Beispiel im Futtermittel für Ferkel ein Dioxingehalt von 0,07 Nanogramm pro Kilogramm festgestellt. Der gesetzliche Höchstgehalt liegt bei 0,75 Nanogramm pro Kilogramm.

Normalerweise sind im Landeslabor, ein Chemiker und ein Assistent für die Dioxin-Untersuchung eingesetzt. Zurzeit wird das Team durch zwei weitere Chemiker und vier Assistenten ergänzt. Zusätzlich wurde ein neues Gerät zur Probenvorbereitung im Wert von 130.000 Euro bestellt, um eine noch schnellere Analyse der Proben vorzunehmen.

„Neben den Verbrauchern sind die Landwirte die Leidtragenden. Betroffene Landwirte müssen mit einem großen wirtschaftlichen Schaden rechnen. Die Verbraucher wiederum machen sich zurecht sorgen. Dioxin kann Krebs verursachen.“ So Henryk Wichmann.
Weiterhin fordert Wichmann häufigere und unangemeldete Kontrollen bei Futtelmittelherstellern. Auf Bundesebene fordert Henryk Wichmann härtere Strafen für schwarze Scharfe. „Panscher müssen inder Regel nicht ins Gefängnis sondern kommen mit einer Geldstrafe davon.“


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