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Wichmann: Mit Gesetz soll auch landesweite Kinderschutzhotline eingerichtet werden

16.12.2009 | Potsdam

Potsdam. Die CDU-Fraktion bringt mit ihrem Antrag das Thema Kinderschutz in den Landtag. Dazu erklärt der Kinderschutzbeauftragte der CDU - Landtagsfraktion Henryk Wichmann: "Im Land Brandenburg sind in den letzten Jahren wiederholt Fälle von Kindesvernachlässigung und schweren Kindesmisshandlung aufgetreten. Den zuständigen Behörden, wie z.B. den Jugendämtern der Landkreise sowie den Schulämtern, sind dabei gravierende Fehler und Pannen unterlaufen. Auch die Zahl der Kindeswohlgefährdungen ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Um den Schutz der Kinder zu erhöhen, ist es deshalb erforderlich mit einem Landeskinderschutzgesetz die bestehenden Möglichkeiten der behördlichen Prävention und Krisenintervention zu bündeln und um weitere Bausteine zu ergänzen."

Wichmann weiter: „Zwar kann es leider keinen lückenlosen staatlichen Kinderschutz geben, jedoch kann die Einrichtung einer landesweiten einheitlichen anonymen Kinderschutzhotline die Früherkennung von Kinderschutzfällen und damit die Unterstützungsmöglichkeit der Behörden erhöhen, wie es in einigen Ländern bereits der Fall ist. Daneben ist uns die Schaffung von einheitlichen Verwaltungsstandards wichtig, insbesondere für die elektronische Erfassung der Kinderschutzfälle in den Jugendämtern.

 

Kinderschutzfälle dürfen nicht von einzelnen Mitarbeitern in der falschen Aktenabgabe landen, ohne dass dem Kind geholfen wird und kein weiterer Mitarbeiter von dem Fall Kenntnis hat. So war es jüngst im Fall Jennifer. Alle Kinderschutzfälle in unserem Land sollten künftig digital erfasst und nachbereitet werden. Weiterhin fordern wir in unserem Antrag die Einrichtung eines unabhängigen Landeskinderschutzbeauftragten beim Landtag Brandenburg, der über die Berücksichtigung der Belange von Kindern in Gesetzgebungsverfahren wachen und einen jährlichen Kinderschutzbericht erarbeiten soll."


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