Presse 2011

Jugendhilfeausschuss hat geplanter Erhöhung der Vergütung von Pflegeeltern zugestimmt

16.11.2011

Dazu erklärt der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Henryk Wichmann:

"Der Jugendhilfeausschuss hat gestern nachjahrelangen Bemühungen und Forderungen zur Anhebung des Pflegegeldes für Pflegeeltern in
der Uckermark einen weitreichenden Beschluss fassen können, indem er einstimmig eine Vorlage zur Erhöhung des Pflegegeldes für
Pflegeeltern im Landkreis Uckermark verabschiedet hat."

"Mit der Neufassung der Richtlinie zur Gewährung von Leistungen zum Unterhalt und zur Krankenhilfe gemäß §§ 39 und 40 Sozialgesetzbuch
Achtes Buch (SGB VIII) der Kinder oder Jugendlichen, dieaußerhalb des Elternhauses untergebracht sind, werden die Leistungen für Pflegeltern
deutlich angehoben. Je nach Alter und Pflegeaufwanddes jeweiligen Kindes werden die monatlichen Kostenerstattungen ab dem 1. 1. 2012 zwischen
112 und 212 EUR pro Kind und Monat steigen. Dadurch entstehen dem Landkreis Uckermark zunächst Mehrausgaben von 202.392,00 EUR im Jahr."

Henryk Wichmann erklärt dazu weiter:

"Ich freue mich sehr, dass es uns im Jugendhilfeaussuss gelungen ist, unseren Landrat und die gesamte Verwaltungsspitze von der Notwendigkeit
der Anpassung der Vergütung für unsere Pflegeeltern zu überzeugen. Seit 15 Jahren wurden die Sätze nicht mehr an die gestiegenen Lebenshaltungs-
kosten angeglichen und eine Anpassung des Pfelegegeldes war somit mehr als überfällig."

"Mit der Anhebung der monatlichen Zahlungen orientieren wir uns an der Mehrzahl der Landkreise Brandenburgs und an den Empfehlungen des Deutschen
Vereins zur Förderung der öffentlichen und private Fürsorge e.V."

"Ein weiterer Aspekt für die Anhebung des Pflegegeldes ist der Rückgang der Bewerbungen als Pflegefamilien in den zurückliegenden Jahren bei uns im
Landkreis. Die rückläufige Entwicklung bei den Pflegefamilien ist zum Teil auch eine Folge der zwischenzeitlich nicht mehrbedarfsdeckenden Pflegegeldsätze
im Landkreis Uckermark gewesen."

"Ich hoffe sehr, dass es uns mit der Anhebung des Pflegegeldes künftig gelingt, die vorhandenen Pflegefamilien zu halten und auch neue Pflegefamilien dazu
zu gewinnnen. Pflegeeltern machen diese wichtige Arbeit nicht wegen des Geldes, aber wenn die Kostenerstattungen dauerhaft zu niedrig sind und das war bei
uns in der Uckermark über Jahre der Fall, können die Familien das nicht mehr schultern."

"Das Fehlen geeigneter Pflegestellen führt dazu, dass Kinder, deren Unterbringung in einer Pflegestelle angedacht war, in kostenintensive stationäre Jugendhilfe-
einrichtungen gemäß § 34 SGB VIII (Kinderheime) untergebracht werden müssen. Insofern könnten wir mit der Anhebung des Pflegegeldes dauerhaft viel Geld
sparen, wenn wir für jedes Kind, das für eine Unterbingung in einer Pflegefamilie geeignet ist auch eine Pflegefamilie haben. Das war in den letzten jahrfen leider
nicht mehr gegeben."


Henryk Wichmann abschließend:

"Abschließend bleibt mir nur zu hoffen, dass auch der Kreistag dieser Vorlage seine Zustimmung geben wird, denn nur so kann die Anhebung des
Pflegegeldes zum 1. 1. 2012 auch tatsächlich in Kraft treten. Ich gehe aber fest davon aus, dass der Kreistag dem Beschluss des Jugendhilfe-
ausschusses folgen wird."


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