Presse 2011

Markov opfert Landesvermögen an Naturschutz

09.03.2011 | Potsdam - Pressemitteilung

Waldflächenverkauf in der Tangersdorfer Heide.

Rund 660 Hektar Fläche in der Tangersdorfer Heide will das Land Brandenburg an die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg veräußern. Der Verkauf soll in der morgigen Sitzung des Haushalts- und Finanzausschusses endgültig besiegelt werden. Statt das darin befindliche Kiefernwaldstück aus dem Flächenverkauf herauszulösen und gewinnbringend für den Holzeinschlag zu nutzen, opfere das Land seine Wertbestände dem Naturschutz, kritisiert der CDU-Landtagsabgeordnete und Uckermärker Henryk Wichmann.

„Durch den Verkauf könnte dem Land ein erheblicher Wertverlust entstehen. Statt über Landesvermögen zu wachen, gibt Markov leichtfertig wertvolle Holzbestände dem Naturschutz preis. Das steht im vollem Widerspruch zu der von Agrarminister Jörg Vogelsänger ausgelobten Abholzungsprämie für private Waldbesitzer, um knapp werdende Holzreserven aufzustocken“, sagte Henryk Wichmann.

Rund 660 Hektar-Fläche in der Tangersdorfer Heide, davon 70 Hektar vollbestockter Kiefernwald, will das Land durch die Brandenburgische Bodengesellschaft (BBG) an die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg verkaufen. Die Stiftung will das Gebiet danach in ein abgeriegeltes, sich selbst überlassenes Naturreservat umwandeln. „Eine Nutzung des Waldes für den Holzschlag wäre damit für immer ausgeschlossen“, erklärt Wichmann.

In der Kritik steht auch der vom Finanzminister verhandelte Kaufpreis. Er liegt bei unter 1.000 Euro pro Hektar für das 70-Hektar große Kiefernwaldgebiet. Mitarbeiter des Landesbetriebes schätzen den Bestandswert der Fläche unter Berücksichtigung des aktuellen Holzpreises auf 9.000 Euro pro Hektar, vorausgesetzt, die Fällung der Bäume ist möglich.

Ein weiterer Kritikpunkt am Kaufvertrag sind die ungeklärten Maßnahmen zum Brandschutz für die umliegenden Gemeinden und Ortsteile. Sie befürchten eine tickende Zeitbombe, weil nicht beräumter Munitionsbestand einen Großbrand in der Heide auslösen könnte. „Um die Bevölkerung vor Großbränden zu schützen, muss vor Abschluss des Kaufvertrages klar sein, in welchem Umfang der für die Feuerbekämpfung erforderliche Brandschutzstreifen rund um das Gebiet von Munition befreit wird“, fordert Wichmann.

Lesen Sie dazu auch "Vermerk zur bevorstehenden Veräußerung des Verkaufsobjektes „Forst Annenwalde / Beutel“ in der Tangersdorfer Heide".


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