Presse 2011

Mit Holzbriketts schließt sich Kette

09.09.2011 | Uckermark Kurier

Die Robeta Holz OHG in Milmersdorf steht kurz davor, die Wertschöpfungskette im Unternehmen komplett zu schließen. „Wir verarbeiten mit unseren 165 Mitarbeitern, darunter sieben Lehrlinge, im Jahresdurchschnitt zwischen 250 000 und 300 000 Festmeter Nadelholz. Davon werden zu 65 bis 68 Prozent Schnittholz, also Balken, Bretter und Leisten, hergestellt. Der Rest sind Rinde und Späne“, erfuhren der Präsident der Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg Dr. Ulrich Müller, Uckermark-Landrat Dietmar Schulze und CDU Landtagsabgeordneter Henryk Wichmann am Mittwoch bei einem Besuch im Unternehmen von den drei Geschäftsführern Edgar Rockel, Rainer Benthin und Ingo Tabbert.

„Wir bekommen unser Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft, möglichst aus der näheren Umgebung. Es macht wirtschaftlich keinen Sinn, es von weit her anzufahren. Die Menge ist für uns nicht alles. Im Vordergrund stehen vielmehr die Qualität und das flexible Eingehen auf die Wünsche der Kunden“, sagte Edgar Rockel. Die Wertschöpfungskette vom Wald über das Sägewerk bis zum Kunden müsse kurz gehalten werden. Zudem sei man im Unternehmen von Anfang an bestrebt gewesen, die anfallenden Reste einer optimalen Nutzung vor Ort zuzuführen. „Deshalb haben wir auch ein Blockheizkraftwerk gebaut, in dem wir unsere Rinde in 1,2 Megawatt elektrische Energie und fünf Megawatt Wärme umwandeln, die wir selbst benötigen.“, war von Rainer Benthin zu erfahren. Im Spätherbst werde die Wertschöpfungskette dann vollständig geschlossen, denn dann soll die neue Produktionslinie für Holzspäne-Briketts auf vollen Touren laufen. Ziel ist es, jährlich 20 000 Tonnen davon herzustellen. Die Nachfrage sei bereits in der Testphase enorm, so die Robeta-Chefs.

Sie wünschten sich im Gespräch mit dem Landrat, dem Ihk-Präsidenten und dem Landtagsabgeordneten, dass mit deren Unterstützung für den Erhalt der Investitionsförderung in den Branchen Holz- und Papierindustrie gekämpft wird. Die Landesregierung hat vor, diese auslaufen zu lassen. Eine positive Nachricht hatte Landrat Dietmar Schulze noch für das Unternehmen. Er konnte am Rande des Firmenbesuchs darüber berichten, dass es jetzt einen fertigen Planfeststellungsbeschluss für den Bau eines Kreisverkehrs an der noch immer provisorischen Ampelkreuzung sowie für den Endausbau der Ortsdurchfahrt Milmersdorf im Zuge der Landesstraße 100 gibt.

Den Vollständigen Artikel können Sie in der Templiner Zeitung des Uckermark Kuriers lesen.

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