Presse 2011

Motorenlärm verhindert weitere Investitionen

04.10.2011 | Uckermark Kurier

Die Geräusche der startenden Motoren. Das unentwegte Gas geben bei einem Motorradrennen. Diese Geräusche lassen viele Männerherzen höher schlagen. Jedoch kann dieser Lärm auch Geschäftsschädigend sein. Für Elmar Ernst, der Gut Gollin betreibt, ist eben dieser Lärm geschäftsschädigend.

Eigentlich wollte sich der CDU-Landtagsabgeordnete Henryk Wichmann am Sonntag auf Gut Gollin vor Ort selbst einen Eindruck davon verschaffen, "mit welchem Lärm die Motorradrennen auf dem Driving Center den Anliegern die Ruhe rauben". "Zudem wurde ich hierher eingeladen, um mich über neueste Pläne für das Gut Gollin zu informieren", sagte Wichmann. Der "Ohrenzeuge" erlebte allerdings am Zaun des Driving Centers eine Überraschung: "Das kann es doch wohl nicht geben. Gut sichtbar stand dort eine Lärmmesseinrichtung. Und natürlich veranstalteten die Motorradfahrer eher eine ,Spazierfahrt', denn ein Rennen. Klar, dass durch den Aufbau der offiziellen Messanlage durch das Landesumweltamt der Lärmpegel erträglich blieb", fühlten sich Henryk Wichmann und Elmar Ernst "veräppelt". Nach den Worten von Henryk Wichmann müsste auf dem Gelände von unabhängiger Stelle, etwa dem Land und der Stadt Templin, dauerhaft eine Messanlage installiert werden.

Elmar Ernst war als Investor Anfang 2006 in die Uckermark gekommen und hat seitdem rund 1,7 Millionen Euro investiert. Das Gut Gollin ist Standort seiner beiden Unternehmen Gut Gollin GbR (Landwirtschaftliche Wildtierhaltung) sowie Ernst Industrieanlagen GmbH (weltweiter Handel mit Werkzeugmaschinen). Derzeit beschäftigt er hier vier Mitarbeiter. "Es könnten aber bis zu zehn weitere Arbeitsplätze entstehen. Ich möchte weitere rund 1,3 Millionen Euro investieren und einen Wildpark, ein Café & Restaurant sowie zehn Ferienappartements einrichten", so Elmar Ernst. "Ich setze dabei auf Familien, die sich in intakter Natur erholen möchten, auf Wanderer und Jäger. Allerdings hat das Driving Center mit seinem Lärm die Gegend hier auf Null entwertet, sowohl für den Tourismus als auch im Hinblick auf die Immobilien. Solange das Problem nicht gelöst ist und eine einvernehmliche Lösung im Sinne der Anwohner gefunden wird, das heißt, dass niemand mehr durch den krankmachenden Lärm von Rennveranstaltungen belästigt wird, werde ich allerdings hier nicht einen einzigen Euro mehr investieren", sagte er abschließend.

Hier sehen Sie ein Foto, auf dem Landtagsabgeordneter Henryk Wichmann und Elmar Ernst direkt am Zaun des Driving Centers stehen.

Den Vollständigen Artikel können Sie in der Templiner Zeitung des Uckermark Kuriers lesen.

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