Presse 2011

Pflegeeltern brauchen mehr Geld

29.09.2011 | Nordkurier.de

Ein Pflegekind bei sich aufzunehmen ist keine leichte Entscheidung. Doch ist es dann erstmal soweit, ist die Freude meist groß. Solche Erfahrungen und Gefühle konnten die Uckermärker Pflegeeltern in den vergangenen Tagen in Templin austauschen.

Im Waldkindergarten ging es um bisherige Erlebnisse, aber auch um die finanzielle Situation. Diese ist nach Ansicht der örtlichen Pflegeeltern nämlich im bundesweiten wie auch im Vergleich mit angrenzenden Kreisen ziemlich ungerecht. So kriegen Pflegeeltern im Landkreis Oberhavel mehr Pflegegeld als Pflegeeltern in der Uckermark. Im angrenzenden Landkreis gibt es nämlich Pflegegeld und Sachkosten in Höhe der Empfehlungen des "Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge", wie die Eltern mitteilten.

Diese setzen nun große Hoffnungen auf die Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 18. Oktober. Denn, nach Aussagen vom Ausschussvorsitzenden Henryk Wichmann (CDU), soll dort dieses Thema zur Sprache kommen.

Problematisch sei die finanzielle Situation, denn viele Pflegeeltern überlegen, ob sie überhaupt ein Kind bei sich aufnehmen können. Hierfür müssen sich die Verantwortlichen also etwas einfallen lassen. Eine Pflegemutter erklärt diesbezüglich: "Der Landkreis schneidet sich damit ins eigene Fleisch, denn die Unterbringung im Heim ist um ein Vielfaches teurer und für viele Kinder nicht das Richtige." Die Pflegeeltern wünschen sich also mehr Beistand seitens der Politik und hoffen auf eine Entscheidung zu ihren Gunsten.

 

Quelle: Der Artikel wurde auf der Internetseite des Nordkuriers veröffentlicht. Den vollständigen Artikel finden Sie unter folgendem Link: Nordkurier.de


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