Presse 2011

Platz und Personal für Ganztagsangebote im Fokus

25.10.2011 | Uckermark Kurier

Gestern vormittag informierte sich Landrat Dietmar Schulze (SPD) an der Pannwitz-Grundschule in Lychen unter anderem über Probleme im Zusammenhang mit den Ganztagsangeboten der Bildungseinrichtung sowie über das Schulwaldprojekt. Er nehme mit diesem Besuch eine weitere Einladung wahr, sagte er, wie sie zu Beginn seiner Amtszeit als Landrat von allen 13 Bürgermeistern und Amtsdirektoren der Uckermark ausgesprochen worden waren. Er informiere sich bei diesen Begegnungen vor Ort über Themen, die die Kommunen in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken.


In der Gesprächsrunde mit Bürgermeister Sven Klemckow, dem CDU/Bauern-Fraktionsvorsitzenden und Leiter des Jugendhilfeausschusses im Kreistag, Landtagsmitglied Henryk Wichmann, Schulleiterin Kornelia Lemke, Hauptamtsleiterin Karola Gundlach und Stadtförster Hilmar Alexandrin wurden unter anderem Engpässe angesprochen und diskutiert, die mit der Realisierung der Ganztagsangebote der Schule im Zusammenhang stehen. Dabei ging man insbesondere auf die Personalausstattung, sowohl bei den Betreuern als auch bei den Lehrkräften, aber auch auf die räumliche Situation näher ein. Kornelia Lemke äußerte die Hoffnung, dass mit dem Bau der neuen Lychener Kita in absehbarer Zeit jene Räume wieder für den Schulbetrieb frei werden würden, die man übergangsweise abgetreten hatte. Sie stellte die Frage in den Raum, wie der derzeit als Kita-Ersatz verwendete Pavillon genutzt werden könnte. Daraufhin erklärte der Landrat: „Das Thema Kita-Neubau ist vom Tisch. Der Bürgermeister hat meine positive schriftliche Stellungnahme. Für die Einwerbung der Mittel gibt es klare Zusagen. Es gibt also keine Hemmnisse mehr, wir sind auf einem guten Weg. Die Kita am Cohrsstift wird Entlastung bringen und der derzeit auf den Bildungs- und Betreuungseinrichtungen lastende Druck wird rausgenommen.“


Einig war man sich über die Vorteile einer Konzentration von Hort, Grundschule und Freizeittreff am Standort Hohenlychen, auf die Schulleiterin Kornelia Lemke verwiesen hatte. Breiten Raum nahm das Thema Qualifikation, Eignung und Zuordnung von Grundschullehren ein.


Sven Klemckow informierte darüber, dass die Stadt als Schulträger in jüngster Zeit in drei Bauabschnitten am Schulgebäude die Brandschutzauflagen erfüllt habe. Nun sei es an der Zeit, sich nach vier Jahren Pause stärker Fassaden- und Reparaturarbeiten zuzuwenden. Ins Auge gefasst habe man den Abriss des sogenannten Schweizerhauses auf dem Schulgelände, das kaum genutzt werde, aber hohe Betriebskosten verursache. Er sehe in Übereinkunft mit der Denkmalschutzbehörde einen gangbaren Weg zu diesem Ziel.


Nach einem kurzen Abstecher zum ehemaligen Heilstättengelände und den dort anlaufenden Altlasten-Sanierungsmaßnahmen erläuterte Hilmar Alexandrin das Projekt Waldunterricht, ein Kooperationsvorhaben der Landesforstverwaltung mit der Grundschule. Bereits das siebente Jahr finde alle 14 Tage unter Leitung von engagierten Förstern einen ganzen Schultag lang im 135 Hektar großen Georg-Carsted-Schulwald Unterricht mit den Sechstklässlern statt. Er begleite und vertiefe den Lehrstoff in Biologie, Geologie und Arbeitslehre und verfolge das Ziel, die Schüler den Wald aktiv und intensiv erleben und erfahren zu lassen, sagte er. Sie erhalten Einblick in sämtliche im Forst anfallenden Arbeiten und lernen die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes begreifen. Durch Exkursionen, beispielsweise zur Forstbaumschule Templin, zu den Holzverarbeitern Robeta in Milmersdorf und Waltrich in Lychen oder zum Spanplattenwerk Heiligengrabe, werde den Schülern die Region als Zentrum der Holzindustrie nahe gebracht. Die Teilnehmer der Gesprächsrunde hoffen, dass die Forstreform im Land Brandenburg diesen Aspekt der Umweltbildung und -erziehung weiterhin ermöglichen wird.
 

Den Vollständigen Artikel können Sie in der Templiner Zeitung des Uckermark Kuriers lesen.

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