Presse 2012

Verkauf zügig abgewickelt

19.12.2012 | Gerswalde

Die Mitglieder des Petitionsausschusses des Landtags Brandenburg befassten sich gestern mit dem Verkauf des Geländes der einstigen Schlossgärtnerei durch die Mitglieder des Stiftungsrats „Großes Waisenhaus zu Potsdam“ an Filmregisseurin Lola Randl. Das bestätigte Henryk Wichmann, stellvertretender Vorsitzender des Gremiums, dem Uckermark Kurier auf Nachfrage. Die Beschwerde der Naturschutzjugend (NAJU) als Pächter des Grundstücks dürfte jedoch wenig Aussicht auf Erfolg haben. Der Grund: Die Forderung der NAJU, selbst das Gelände samt sich darauf befindener Naturwerkstatt kaufen zu können, erledigte sich aufgrund des zügig abgewickelten Verkaufs.

Der NAJU reichte die Petition nämlich kurz vor dem Notartermin am 12.Dezember ein, sagte Jugendbildungsreferentin Claudia Günther. „Erst am 3.Dezember ist uns aber telefonisch mitgeteilt worden, dass sich der Stiftungsrat nicht für uns entschieden hat“, erläuterte sie weiter. Ein anderer Grund für die geringen Erfolgsaussichten sei, dass die Landesregierung gar keinen direkten Einfluss auf Immobilienverkäufe der Stiftung habe, sagte Henryk Wichmann.


Die Stiftungsgeschäftsführerin Katrin Nikiforow ist sich hingegen absolut sicher, eine gute Kompromisslösung für alle Beteiligten gefunden zu haben. „Unser Vermögenshaushalt ist nachhaltig gesichert, die NAJU erhält die Möglichkeit, unter noch besseren Bedingungen ihre Arbeit fortzuführen, und wir haben es in Zusammenarbeit mit der Gemeinde geschafft, die nötigen Investitionen für das Gelände zu sichern“, schilderte sie. Ausschlaggebend für die Vergabe sei ein Brief der Gemeinde mit folgendem Satz gewesen: „Die Gemeinde befürwortet aus gemeindlicher Sicht den Verkauf des Geländes an Frau Lola Randl.“ Den Vorwurf von Claudia Günther, dass die Stiftung mit dem Verkauf an Private mutwillig zugelassen habe, dass die NAJU Fördergeld zurückzahlen müsse, weist sie hingegen klar zurück.

„Der Verein hat uns im Zuge des Verfahrens nicht wie aufgefordert nachgewiesen, dass Ansprüche bestehen könnten“, sagte die Geschäftsführerin. Wenn die NAJU nur deshalb Geld erhalten habe, wenn sie auf dem Gelände bleibt, dann hätten sich die Verantwortlichen nicht darauf verlassen dürfen, selbst Eigentümer zu werden. Vielmehr hätten sie sich für einen 2020 endenden Vertrag einsetzen müssen. Die Option, den Vertrag zu verlängern, bestehe zudem weiterhin, fügte sie hinzu.

Den Vollständigen Artikel können Sie ebenfalls im Uckermark Kurier lesen.

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