Henryk Wichmann hört zu

15.09.2010 |Gemeinden Schönemark und Sonnenberg

 

Frau Scherer leitet die Kita Wiesenknirpse und erläuterte mir die Baumaßnahme

 

Kita Wiesenknirpse in Schönermark

 

Erste Station der Tour war die Kita Wiesenknirpse in der Gemeinde Schönermark. Dort konnte sich der Abgeordnete ein Bild von den Bauarbeiten zur Erweiterung der Kita machen. Henryk Wichmann dazu: "Es ist schön zu sehen, mit welch großem Engagement die Kitaleiterin und ihre Kolleginnen sich um die Erziehung und Bildung der Jüngsten im Dorf kümmern. Die 54.000 EUR aus dem Kitainvestitionsprogramm der Bundesregierung für den neuen Anbau sind gut investiertes Geld. Nachdem jahrelang Kitas und Schulen auf dem Lande geschlöossen wurden, freut es mich sehr, dass in Schönermark die Kita dank steigender Geburtenzahlen erweitert werden muss." Frau Scherer (Kitaleiterin) freut sich über die vom Landtag Brandenburg beschlossene Verbesserung des Betreuungsschlüssels, merkte aber auch an, dass gerade für die ganz Kleinen ein noch besserer Personal- schlüssel wünschenswert wäre. "Diese Anregung kann ich gut nachvollziehen, fürchte aber, dass bei der Haushaltslage unseres Landes eine weitere Aufstockung des Kitapersonals nur schwer durchsetzbar sein wird."

 

Herr Rast zeigt stolz sein Betriebsgelände und den Fuhrpark

Fuhrunternehmen Rast in Schönermark besucht

 

Am 1. September 2010 feierte das Fuhrunternehmen von Reinhardt Rast aus Schönermark sein 20. Firmenjubiläum. Grund genug für den Landtagsabgeordneten Henryk Wichmann seinem Unternehmen einen Besuch abzustatten und herzlich zu gratulieren. Henryk Wichmann sagte: "Herr Rast hat sich am 1. September 1990 selbständig gemacht. Statt länger arbeitslos zu sein, hat er aus der Not eine Tugend gemacht und nicht nur für sich selber Arbeit geschaffen, sondern noch für 4 weitere Schönermarker. Ich habe großen Respekt vor seiner unternehmerischen Leistung. Wer 20 Jahre am Markt bestanden hat, muss eine Menge richtig gemacht haben. Ich finde der unternehmerische Erfolg von Herrn Rast ist auch 20 Jahre nach der Wiederverienigung ein Beispiel zum Nachahmen.

Im Gespräch mit Sonnenbergs Bürgermeister Wöller und im Feuerwehrgerätehaus

Der Kirchturm wird ausgebessert und Frau Grützmacher führt mich durch die Kirche

Gemeindezentrum, Feuerwehrgerätehaus und Kirche in Sonnenberg besucht

 

In Sonnenberg stand zunächst ein Gespräch mit dem Bürgermeister der Gemeinde Sonnenberg, Herrn Wöller, auf meinem Programm. Wir haben uns über die Entwicklung der Gemeinde unterhalten und uns gleich gut verstanden. Herr Wöller hat mich auf das Problem der Regenentwässerung im Dorf aufmerksam gemacht. Mir ist völlig unverständlich, warum die Anwohner das Regenwasser der zur Straßenseite liegenden Dachflächen ihrer Wohngebäude nicht in die neu angelege Straßenenwässerung einleiten dürfen. Regenwasser auf stark versiegelten Stadtgrundstücken soll ja grundsätzlich auf dem Grundstück auf dem es anfällt versickern. Das kann ich auch nachvollziehen. In Dörfern wie Sonnenberg, wo das Regenwasser über den Graben vor den Häusern zu den Wiesen am Dorfrand geleitet wird und dort ins Grundwasser versickern kann, sollte aber eine Ausnahme von diesem Grundsatz möglich sein. Seit 500 Jahren wurde das Regenwasser so abgeleitet, dann sollte der deutsche Amtsschimmel dies nicht künstlich zum Problem machen. Ich habe Herrn Wöller versprochen, mich rechtlich schlau zu machen. Ich denke es sollte für die untere Wasserbehörde einen Ermessensspielraum geben und ich werde mich dafür einsetzen, dass dieser auch ausgeschöpft wird. Im Anschluss konnte ich noch einen Blick in das schicke Feuerwehrgerätehaus werfen. Für den W-50 braucht die Feuerwehr bald einen adäquaten Ersatz. Das ist gar nicht so einfach, schließlich ist dieses robuste Fahrzeug sehr gut fürs Gelände geeignet. Ein Unimog wäre nicht schlecht, meint der Bürgermeister. Na mal sehen was sich machen läßt. Zum Schluss hat mir Frau Grützmacher noch die schön renovierte Dorfkirche gezeigt. Der Turm, das Dach, die Fenster und die Fassade sind in den letzten Jahren aufwendig saniert worden. Das ist auch ein schönes Beispiel für den gelungenen Aufbau Ost, 20 Jahre nach der Deutschen Einheit. Wer weiß, wie diese Kirche sonst heute aussehen würde.

Herr Baumgarten, Herr Haß, Herr Wöller und Herr Hinkelmann diskutieren Bildungsmisere

Unternehmer in Schulzendorf warnen vor Fachkräftemangel

 

Der Ortsvorsteher von Schulzendorf, Herr Haß hat mich zu einem Gespräch mit Handwerksmeistern aus dem Ort eingeladen. Wir waren bei Elektromeister Baumgarten zu Gast. Die Unternehmer haben sich über die mangelnde Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der heutigen Auszubildenen beschwert. Auch die Kenntnisse der Grundrechenarten und der Rechtschreibung seien bei vielen Schulabgängern auf einem beklagenswerten Stand. Der Fachkräftemangel ist auf dem Lande schon längst da, so das Fazit der drei Unternehmer. Ich habe angeregt die Zusammenarbeit mit den Schulen in Gransee zu verstärken und über eine engere Kooperation nachzudenken. Die Schule muss wieder mehr für das reale Leben ausbilden und auf das Berufsleben vorbereiten, dazu muss man aber einen besseren Austausch organisieren. Hierbei bin ich gern behilflich. Es wurde aber auch der schlechte Zustand der Landesstraße nach Schulzendorf beklagt, sowie die fehlende Versorgung mit schnellem Internet. Hierzu konnte ich berichten, dass wir im Land die Fördermittel für den Ausbau von DSL auf ca. 21 Millionen EUR verdreifacht haben und das Amt Gransee bei der Beantragung dieser Mittel sehr schnell reagiert hat. Amtsdirektor Frank Stege hat sich für den DSL Ausbau stark gemacht. Andere Kommunen sind da noch nicht so weit wie das Amt Gransee. Auch der Ausbau der B 96 war in der Runde ein Thema.spräch. Hierzu habe ich gerade eine kleine Anfrage an die Landesregierung erarbeitet und werde da weiter Druck machen. Auf jeden Fall haben sich die Unternehmer gefreut, dass sich mal ein Politiker zu Ihnen nach Schulzendorf auf den Weg gemacht hat und ihre Probleme ernst nimmt.
 

Herr Andrä und Herr Nettelbeck führen mich durch das strahlende Rönnebeck

 

Dieses kleine Kalb ist erst 2 Wochen alt, das wäre was für meine Töchter gewesen

Rundgang durch Rönnebeck und Besuch des Bauernhofs der Familie Grabow

 

Bei einem Rundgang durch das Dorf Rönnebeck zeigten mir Rönnebecks Ortsvorsteher Herr Andrä und Herr Nettelbeck die schönsten Seiten dieses alten Bauerndorfs. Anders als in Schulzendorf wo man sich über einen geringeren Zusammenhalt seit der Wende beklagte, hörte ich in Rönnebeck, dass die Leute hier noch zusammenhalten und tolle Feste feiern, auch wenn die Gaststätte leider nicht geöffnet ist. Die Feuerwehr und die familiär geführten Landwirtschaftsbetriebe im Dorf sind hierfür die wichtigsten Stützen. Über den kleinen Bach der mitten durchs Dorf führt, wurde erst kürzlich eine schöne kleine Brücke gebaut. Ein wirklich idyllisches Dorf in herrlicher Landschaft. Nächstes Jahr werde ich zum Sommerfest kommen, in diesem Jahr habe ich es nicht geschafft, weil ich beim Ritterfest in Zernikow war.

Zum Schluss habe ich noch den Hof der Familie Grabow besucht. Die Familie betreibt einen Milchwirtschaftsbetrieb mit Rinderaufzucht und auch etwas Feldwirtschaft. Hier können die Kühe den Stall jederzeit verlassen und auf den grünen Wiesen rund um den Hof weiden. Die Milch ist durch diese naturnahe Tierhaltung noch reich an Omega - 3 - Fettsäuren. Das soll ja bekanntlich vor Herzinfarkten schützen. Leider wird das im Labor nicht gemessen und steht auch nicht auf den Etiketten der Handelsketten. Ich lernte auch dass Kühe sehr eigenwillig sind. Im Schneestrum gehen sie gerne raus auf die Wiesen und bei schönem Wetter bleiben sie manchmal einfach im Stall. Natürlich haben wir über die zu geringen Milchpreise diskutiert die die Erzeuger von den Molkereien bekommen. Da muss sich dringend was tun. Das war auch kürzlich wieder Thema im Landwirtschaftsausschuss, in dem ich stellvertretendes Mitglied bin. Im Dezember feiert der Betrieb der Wiedereinrichter seinen 20. Geburtstag. Ich werde versuchen zu kommen.

 


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